20.10.2015

Ein Wiedersehen mit den Flötennasen

 

Stuttgart, 29.10.15 – Bei der DCF.L-Jurysitzung am 20. Oktober 2015 bewilligte die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg Fördermittel in Höhe von 200.000 Euro für zwei Projekte. Die Summe ging mit je 100.000 Euro an „The Inner World 2 – Der letzte Windmönch“ von Studio Fizbin aus Ludwigsburg sowie an „Genesis“ von Sascha Jungnickel und Jens Jankuhn. 

Erfolg wird belohnt. Nicht nur im Spiel. Wie ein erfolgreiches Computerspiel aussieht, hat das Ludwigsburger Studio Fizbin bereits bewiesen. Das Point and Click Game „The Inner World“ wurde 2014 als „Bestes Deutsches Spiel“ mit dem Deutschen Computerspielepreis gekürt. Mit „The Inner World 2 – Der letzte Windmönch“ gibt es jetzt eine Neuauflage. Bei den Abenteuern des flötennasigen Robert, der rebellischen Laura und der verwirrten Taube Hack sind wieder Logik, Kombinationsgabe und Feingefühl gefragt. 

Von den Tiefen der Erde hinaus in die Weiten des Weltraums: Beim Space Survival Game „Genesis“ von Sascha Jungnickel und Jens Jankuhn, ist der Spieler auf der Suche nach einem neuen Heimatplaneten für den ihm anvertrauten Genpool. Die Bedrohungen im Weltraum sind dabei vielfältig. Das Ziel: einen Planeten entdecken, dessen Lebensbedingungen eine erfolgreiche Genesis ermöglichen.  

Darüber hinaus entschied der MFG-Geschäftsführer Prof. Carl Bergengruen, drei Projekte in der Kategorie DCF.S mit insgesamt über 41.000 Euro zu fördern: „Foodbook“ von Christian Atz und Akiko Takahashi, „Mergimals“ von Patrick Ferling und Marie Wellershoff sowie „Prosodia“ von Katharina und Jochen Brandelik vom Tübinger Institut für Lerntherapie.

 

Die Förderentscheidungen im Einzelnen:

Kategorie DCF.L

The Inner World 2 – Der letzte Windmönch (100.000 Euro)
Projekttyp: 2D Point and Click Adventure Game
Plattform: Android, Apple (iOS, OS), PC, Konsole
Antragsteller: Studio Fizbin GmbH, Ludwigsburg

Der Nachfolger des 2D Point and Click Adventure Game „The Inner World“ knüpft nahtlos an die Ereignisse des ersten Teils an. Wieder ist Köpfchen gefragt, wenn man als Spieler die Rollen des flötennasigen Roberts, der rebellischen Laura und der verwirrten Taube Hack übernimmt. Konflikte und viele knifflige Rätsel in Asposien müssen mit Logik, Kombinationsgabe und Feingefühl gelöst werden. 
Das Erstlingswerk von Studio Fizbin „The Inner World”, das 2013 veröffentlicht wurde, konnte bereits beachtliche Preise und Auszeichnungen von Kritikern und Presse gewinnen, darunter auch den Deutschen Computerspielpreis als „Bestes Deutsches Spiel 2014”.

Genesis (100.000 Euro)
Projekttyp: SciFi Survival Game
Plattform: PC, Konsole
Antragsteller: Sascha Jungnickel

„Genesis“ ist ein Space Survival Game, bei dem sich der Spieler auf der Suche nach einem neuen Heimatplaneten für den ihm anvertrauten Genpool mit vielfältigen Bedrohungen im Weltraum auseinandersetzen muss. Auf seiner Reise zu unbekannten Quadranten erweitert er seinen Raumtransporter, bekämpft feindliche Lebensformen und entwickelt neue Technologien zum Schutz seiner sich stetig erweiternden Fracht aus Ressourcen und Genmaterial. Ziel ist es, einen Planeten zu entdecken, dessen Lebensbedingungen eine erfolgreiche Genesis ermöglichen. Das Spiel kombiniert dabei Basebuilding, Forschung, Erkundung und First Person Action.

 

Kategorie DCF.S

Foodbook (19.510 Euro)
Projekttyp: Browserbasierte Onlineplattform
Plattform: PC
Antragsteller: Christian Atz und Akiko Takahashi GbR, Lahr

„Foodbook“ ist eine Web-Applikation, die Nutzer dabei unterstützt, sich vielseitiger und gesünder zu ernähren, indem sie ihre Mahlzeiten online aufzeichnen, zusammenfassen, auswerten und sich mit den anderen Nutzern darüber austauschen können. Die Elemente der Gamifizierung motivieren dabei, sich vielseitiger zu ernähren. Start-ups, Weltklasse-Athleten, Hundertjährige oder Spitzenköche geben persönliche Einblicke und regen zum Nachkochen ihrer Gerichte an. 

Mergimals (12.000 Euro)
Projekttyp: mobile App / Casual Game
Plattform: Apple (iOS)
Antragsteller: Patrick Ferling & Marie Wellershoff GbR, Ludwigsburg
  
„Mergimals“ ist eine mobile App, die als „Endless Runner“ bewährte Spielstrategien, wie das Entdecken unbekannter Welten mit innovativen Spielmechanismen verbindet. Der Spieler erhält die Aufgabe, einen heruntergekommenen Zauberladen zu übernehmen. Er startet mit wenig Geld und fast keinen Kunden. Um das zu ändern gilt es nun, sich die Gunst der Zauberer zu sichern. Denn zu jedem Zauberkind, das in den Laden kommt, passt nur ein ganz bestimmtes Mergimal – kleine Tierwesen, die extra vom Spieler erschaffen werden müssen. Der Spieler bricht in die Spielewelt auf, um neue Mergimals anzulocken. Mit etwas Geschick schafft er es, sie so zu kreuzen, dass seltene, vorher nie dagewesene entstehen – und natürlich das passende für den Zauberer. Das Mergimal wird zum lebenslangen Begleiter des Zauberers. Nur zusammen erwacht ihre Zauberkraft.
 

Prosodia (10.000 Euro)
Projekttyp: App / Serious Game
Plattform: Android, Apple (iOS)
Antragsteller: Tübinger Institut für Lerntherapie, Dr. Katharina Brandelik, Balingen

Das Lernprogramm „Prosodia“ soll als digitales Lernspiel für Kinder mit Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) für die Plattformen Android und iOS entwickelt werden. Ziel ist es, die phonologische Bewusstheit der Kinder durch die Hervorhebung der relevanten Parameter Silbe und Betonung innerhalb eines Wortes zu verbessern. Einsatzorte sollen Schulen, Lerntherapien und zuhause sein. Nun soll ein Prototyp erstellt werden, der im Rahmen einer LRS-Studie der Universität Graz getestet werden kann.

 

Die Förderentscheidungen im DCF.L trafen: Prof. Carl Bergengruen, Heiko Gogolin, Stefanie Grün und Dr. Manfred Hattendorf. Die Förderentscheidungen im DCF.S werden vom Geschäftsführer der MFG, Prof. Carl Bergengruen, getroffen.

Die nächste Einreichfrist für Projekte im Bereich DCF.L endet am 2.2.2016. Projekte aus dem Bereich DCF.S können laufend ohne Fristen eingereicht werden.