Digital Content Funding (DCF) – Förderung für Games, Apps und interaktiven Content

DCF – was steckt dahinter?

Das Digital Content Funding ist ein Förderprogramm, für das die MFG Filmförderung und die MFG Innovationsagentur bereichsübergreifend Mittel in Höhe von insgesamt 500.000 Euro pro Jahr zur Verfügung stellen. Förderungen können Akteure im Bereich Games, Apps sowie crossmediale Produkte beantragen.

Grundsätzlich förderfähig sind alle innovativen und filmrelevanten Medienapplikationen mit interaktiven Inhalten: Von Online-, Mobile-, und Serious Games über Augmented Reality Apps bis hin zu crossmedialen Filmprojekten, Websites, Softwareanwendungen und neu entwickelter interaktiver Hardware. Die Förderung kann in den Bereichen Konzeptentwicklung, Produktionsvorbereitung und Prototypenentwicklung, Produktion und Vertriebsmaßnahmen beantragt werden.

Was sind die Förderkriterien?

Projekte sind besonders dann förderfähig, wenn sie

  • innovativ,
  • qualitativ hochwertig,
  • pädagogisch und/oder kulturell wertvoll,
  • skalierbar,
  • inhaltlich und/oder strukturell mit Marktpotenzial ausgestattet sind

und zur Entwicklung und Stärkung des Medienstandorts Baden-Württemberg beitragen.

Welche Förderkategorien gibt es?

In der Kategorie DCF.L werden einzelne Projekte mit einem erlösbedingt rückzahlbaren, zinslosen Darlehen von bis zu 120.000 Euro gefördert. Über diese Anträge entscheidet eine Jury, die zweimal jährlich tagt. Die nächste Antragsfrist für DCF.L endet am 24. August 2016.

In der Kategorie DCF.S ist eine Förderung mit einem erlösbedingt rückzahlbaren, zinslosen Darlehen bis zu 20.000 Euro möglich. DCF.S-Anträge können laufend gestellt werden. Über diese entscheidet Prof. Carl Bergengruen, Geschäftsführer der MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg, in der Regel innerhalb von sechs Wochen.

Welche Projekte wurden zuletzt gefördert?

Bei der DCF.L-Jurysitzung am 14. April 2016 bewilligte die MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg Fördermittel in Höhe von 270.000 Euro für vier Projekte. 90.000 Euro erhält das Lernspiel „Prosodiya“ von Katharina und Jochen Brandelik vom Tübinger Institut für Lerntherapie, das zuvor eine DCF.S Förderung erhalten hat. Bei dem Projekt steht digitales Lernen für Kinder mit Lese- und Rechtschreibschwäche im Fokus. 70.000 Euro gehen an „Mergimals“ von Lazy Owl Games aus Ludwigsburg.  Das Team entwickelt damit ebenfalls seine bereits im DCF.S geförderte App rund um die magischen Kreaturen „Mergimals“ weiter. 70.000 Euro wurden auch für die App „Urban Challenger“ der beiden Brüder Simon und Daniel Heitz aus Freiburg bewilligt. Mit dem neuartigen Reiseführer im Spielformat soll es auf Entdeckungsreise durch baden-württembergische Städte gehen. Teamgeist und gutes Kooperieren sind beim interaktiven Autorennen „Switch Team Racing“ des Entwicklerstudios Cutterhead aus Stuttgart gefragt. An das Projekt wurden 40.000 Euro vergeben.

Bei der zweiten Jurysitzung, am  20. Oktober 2015, bewilligte die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg Fördermittel in Höhe von 200.000 Euro für zwei Projekte. Die Summe ging mit je 100.000 Euro an „The Inner World 2 – Der letzte Windmönch“ von Studio Fizbin aus Ludwigsburg sowie an „Genesis“ von Sascha Jungnickel und Jens Jankuhn.

Bei der DCF.L-Jurysitzung am 14. April 2015 bewilligte die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg Fördermittel für drei Projekte. Gefördert werden das Multiplayer-Spiel Face it! (Navel), die Waiting-App virtualQ (virtualQ UG) und das digitale Kartenspiel Burning Roads (Sharkbomb Studios). In der Kategorie DCF.S werden zudem das Murmel-Game Cuboro Riddles (kr3m.media GmbH) und die Dating-App TocToc (Quimron GmbH) unterstützt.

 

Wie kann man die Förderung beantragen?

Die Beantragung von Fördermitteln für neuen Medienapplikationen mit interaktiven Inhalten ist unkompliziert und schnell in drei Schritten erledigt:

  1. In der Rubrik „Downloads“ Antragsformular, Merkblatt und Vergabeordnung herunterladen.
  2. Vor Antragseinreichung ein projektbezogenes Beratungsgespräch mit einem unserer zuständigen Ansprechpartner vereinbaren. Dies kann ggf. auch telefonisch erfolgen, bei Erstanträgen und/oder komplexeren Sachverhalten ist ein persönlicher Beratungstermin rechtzeitig vor Antragstellung allerdings sinnvoll und notwendig.
  3. Anträge in Papierform (bei DCF.L bitte Antragsfrist beachten) in mehrfacher Ausfertigung einreichen.